Warum Sie auch bei der Teilsanierung einer Kita einen Elektroplaner brauchen.

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  • 29. August 2013

Vor meinem Urlaub wurde ich zu einer Kita gerufen. Sie war 2011 teilsaniert wurden; auch die Elektroinstallation, die Hausalarmanlage und die Sicherheitsbeleuchtung. Ein Elektroplaner wurde für diese Teilsanierung nicht gebunden.

Aber warum wurde ich jetzt gerufen? Was war geschehen? Der Betreiber der Kindertagesstätte hatte turnusmäßig eine Überprüfung der Installation durch eine Elektrofirma veranlasst. Diese Firma hatte eine 19seitige Mängelliste für die Elektroinstallation erstellt. Beim Betreiber schrillten da natürlich die Alarmglocken. Die Anlage war doch erst saniert wurden! Zur Beurteilung der Situation und Festlegung weiterer Maßnahmen wurden ich nun vom Betreiber eingeschalten.

Was war bei der Sanierung falsch gelaufen?

Im Rahmen der Sanierung sollte die Kita baulich in Stand gesetzt werden. Eine Fluchttreppe wurde angebaut. Für geringfügige Änderungen an der vorhandenen Installation wurde eine Elektrofirma gebunden.

Da das Budget nicht ausgeschöpft wurde, beschloss der Auftraggeber, die in die Jahre gekommene Elektroinstallation ebenfalls in Teilen zu erneuern. Ein Elektroplaner wurde dazu nicht befragt. 

Die Leuchten waren sehr heruntergekommen. Also wurden neue Leuchten installiert. Aber nicht überall. Eine Sicherheitsbeleuchtung war nicht vorhanden. Also wurden Einzelbatterieleuchten montiert. Aber nicht überall, nicht normgerecht und vor allen Dingen ohne vorliegenden Rettungswegeplan. Die Elektroinstallation sollte verbessert werden. Aber nicht überall. So existieren nun TN-C- und TN-S-Netz nebeneinander in dem Gebäude. Einen Plan dafür gibt es nicht. Die Hausalarmanlage sieht noch ganz gut aus; die lassen wir. Allerdings haben sich durch die baulichen Änderungen die Überwachungsbereiche teilweise geändert, so dass die Überwachung nicht mehr normenkonform ist.

Nun ist die Kita komplett „fertig“. Mit großem Aufwand müssen aber die o. g. Mängel beseitigt werden. Nicht nur der Elektriker muss wieder ran, auch Rohbauer, Trockenbauer und Maler müssen das.
 
Da der Auftraggeber keinen Elektroplaner für die Teilsanierung der Kita beauftragt hat, sparte er das Honorar für die Elektroplanung. Aber das war sehr kurzfristig gedacht. Um die Kita nun mängelfrei zu gestalten, fallen nun doch Kosten für die Elektroplanung an. Zusammen mit den nachträglichen Kosten für die fachgerechte Instandsetzung der Elektroinstallation und der zusätzlich notwendigen Bauleistungen liegen die Kosten weit über den Einsparpotential für die Elektroplanung.

Hinzu kommen noch die Einschränkungen im Betrieb der Kita während der nun notwendigen weiteren Sanierungsmaßnahmen, wofür weder die Mitarbeiter der Kita noch die Eltern Verständnis haben, denn die Kita wurde aus Ihrer Sicht ja erst 2011 „komplett“ saniert.

Bei der rechtzeitigen Einschaltung eines Elektroplaners hätte der Bauherr

· Die Kosten für die nachträglichen Installationen gespart.

· Eine normgerechte, abnahmefähige Elektroinstallation erhalten.

· Einen Fahrplan für die weitere Sanierung und Planungssicherheit bekommen.

· Die Bauleistungen mit der Elektroinstallation besser und kostensparender koordinieren können.

Also nehmen Sie sich auch für die Teilsanierung eine Kita einen Elektroplaner, weil er der Fachmann ist und Sie sicher ans Ziel führt.

Was ist Ihre Meinung?