Rauchschutztür – Hier guckt der Rauch durchs Schlüsselloch!

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  • 5. April 2008

Sicherheit am Bau geht alle an. Sicherheit beim Brandschutz noch viel mehr.

Natürlich kosten brandschutztechnische Anlagen Geld, beim Installieren und beim Betreiben. Man braucht großes Fachwissen, um alles sorgfältig ausführen zu können. Letztendlich funktioniert die ganz Anlage im Laufe der Jahre nur, wenn der Betreiber sie gewissenhaft in Stand hält und wartet. Hier liegt meiner Erfahrung nach das größte Gefahrenpotential. Geplant und gebaut wird in den allermeisten Fällen fachgerecht. Durch die Bauabnahme der Anlage von Sachkundigen oder gar von baurechtlich zugelassenen Sachverständigen ist die fachliche Qualität nach der Neuinstallation sehr hoch.

Der Schlendrian setzt dann oft beim Betreiber ein. Hier ist das fachliche Verständnis für den Brandschutz meist wenig ausgeprägt. Wartung und Instandhaltung sind nur lästige Pflicht und kosten bloß unnötig Geld. Aber liebe Betreiber, für brandschutztechnisch notwendig Anlagen seit Ihr voll verantwortlich. Das will der Gesetzgeber so und das ist gut so. Im Gefahrenfall wollt Ihr doch nicht schuld sein, wenn eine Gefährdung von Gesundheit oder gar von Leben ensteht.

Deshalb würdet Ihr eine Anlage mit den nachfolgend aufgezeigten Mängeln sofort reparieren, oder?

Von weitem sieht sie ganz gut aus, die Rauchschutztür mit elektrischer Feststellanlage.

Hier schwante dem Betreiber wohl schon etwas. Damit jeder es versteht, erfolgt hier der Hinweis an alle Bewohner des Hauses, dass die Tür nur automatisch schließt.

An das nur automatische Schließen haben sich wohl nicht alle Bewohner gehalten …

Die Türschlösser wurden ausgebaut. Die Öffnungen dafür stehen aber überall offen. Ist das noch eine rauchdicht schließende Tür? Natürlich nicht. Hier quillt der Rauch durchs Schlüsselloch, an jeder Treppenhaustür im ganzen Wohnblock. Bitte unbedingt abstellen!

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