Elektroinstallation in und an Außenfassaden

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  • 3. Dezember 2011
Fotos: http://www.kaiser-elektro.de

 

Der aktuelle Stand der Bautechnik aber auch die Energiesparverordnung (EnEV) erfordern oftmals die Dämmung von Außenfassaden. Das stellt dann natürlich besondere Anforderungen an die Installation an den Außenwänden z. B. für Außenleuchten, Türstationen von Sprechanlagen, Bewegungsmelder, Außensteckdosen etc.

In den Anfangszeiten der Außendämmung wurden solche Dinge oftmals schlichtweg nicht beachtet. Nach Fertigstellung der Dämmung und der meist verputzten und malerfertige Außenfassade begann die Installation. Nachträglich lassen sich Leuchten und Installationsgeräte auf eine gedämmten Fassade nur sehr schwer und meistens nicht fachgerecht montieren. Oft entstanden durch diese nachträglichen Installationen Wärmebrücken, die durch das Aufbringen der Leuchten und Installationsgeräte kaschiert wurden.

Später wurden in der Praxis zunächst durch die Elektrofirmen selbst gefertigte Unterkonstruktionen aus Holz oder Metall für diese Anwendungsfälle eingesetzt. Die fachliche Eignung war auch hier oftmals sehr fragwürdig. Eine gleichbleibende Qualität konnte bei dieser Marke Eigenbau nicht gewährleistet werden.

Doch die Elektroindustrie schlief natürlich nicht und hatte diese Lücke dann auch schnell erkannt. So gibt es jetzt auch normgerechte Lösungen sowohl für die wärmebrückenfreie und einfache Montage als auch für die nachträgliche sichere Gerätebefestigung.

Marktführer in diesem Segment ist die Firma Kaiser. Vor diesem Hintergrund hat Sie bedarfsgerechte Komponenten entwickelt, die speziell die nachträgliche Befestigung und Installation von Elektrogeräten und -komponenten in bzw. an gedämmten Außenfassaden ermöglichen. Sie tragen der o. g. Tatsache Rechnung, dass in der Baupraxis häufig Leitungen zum Anschluss geplanter Geräte lediglich aus der Außenwand herausgeführt werden, ohne Vorkehrungen für eine mechanisch sichere und wärmebrückenfreie Befestigung zu treffen.

So gibt es z. B. universelle Anschraubflächen ab einer Isolierdicke vom min. 80mm. Über sie lassen sich die zu montierenden Geräte exakt ausrichten. Sogar eine Befestigung über Eck – z. B. bei 2700 -Bewegungsmeldern – kann durch eine versetzte Anordnung der Geräteträger realisiert werden.

Ein weiteres Element dieser Befestigungsmittel der Firma Kaiser ist der Universal-Geräteträger. Er wird vor der eigentlichen Dämmung montiert und ermöglicht eine mechanisch sichere Befestigung von Elektroeinbaugeräten und -komponenten in und an gedämmten Außenfassaden, ohne dass Wärmebrücken entstehen können. Die Baugruppe erlaubt 1-fach- bis 3-fach-Kombinationen und ist somit beispielsweise optimal zur Befestigung von Türsprechanlagen geeignet. Sie bietet maximale Flexibilität für zukünftige Erweiterungen der Elektroinstallation ohne Beschädigung der Außenfassade.

Sicherheit bei der nachträglichen Montage von Einbaugeräten wie Steckdosen und Steckdosenkombinationen in gedämmten Außenfassaden bietet darüber hinaus die speziell hierfür entwickelte Geräte-Verbindungsdose. Diese schmiegt sich fest um eingeführte Leitungen und verhindert dadurch unkontrollierte Luftströme. Die neue Geräte-Verbindungsdose erlaubt auch bis zu 5-fach-Kombinationen im Normabstand.

Natürlich ist des Geräteträgersystem von Kaiser teurer als die gebastelten Holzkonstruktionen der Elektroinstallateure. Aber diese Investition in eine fachgerechte, normenkonforme und wärmebrückenfreie Ausführung lohnt sich. Die Schwachstellen in der Außendämmung werden beseitigt. Durch Leckagen bei unsachgemäßen Elektroinstallation entstehen keine unerwünschten Transmissionswärmeverluste mehr. Dadurch werden die Kondenswasserbildung und damit auch der Schimmelpilzbefall verhindert.

In den Angeboten der Elektroinstallateure sind diese Geräteträger meist nicht mit enthalten. Sie werden meist als teure Nachträge präsentiert. „Das habe ich nicht gewusst, dass das Gebäude eine Außendämmung erhält!“

Also liebe Architekten und Bauherren: engagiert einen guten Elektroplaner, der solche Sachen vorher mit bedenkt und mit ausschreibt. Wenn Ihr dann die Ausschreibungsergebnisse mit den o. g. Nachtragspreisen vergleicht, werdet Ihr durchaus einen Preisunterschied bis zu 50% entdecken. Ein Elektroplaner rechnet sich also. Er kontrolliert am Ende auch noch, ob alles fachgerecht eingebaut ist. Oder könnt Ihr das?

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