Die Oberfinanzdirektion Chemnitz lobt mich

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  • 2. Februar 2008

Da liegt er, der Fördermittelprüfbericht.

Mein Herz blubbert. Der Atem stockt. Eine große salzige Träne rinnt unter dem linken Glas meiner randlosen Brille die Wange herunter.

Dass ich das einmal erleben durfte! Über 15 Jahre schreibe ich nun schon an Fördermittelanträgen für Kindertagesstätten und Schulen mit. Dank hatte ich nie erwartet. Es war eben ein Job, der getan werden musste.

Und dann das. Dieser Satz im Prüfbericht der Oberfinanzdirektion Chemnitz.

„Nach interner Berechnung amortisiert sich die Investition der geplanten Beleuchtungsteuerung einschl. der Mehrkosten für dimmbare Leuchten nach rund 28 Jahren und ist somit unwirtschaftlich „.

Stutzen Sie jetzt? Finden Sie in diesem Satz kein Lob? Ich erkläre es Ihnen.

Am 22.01.2007 hatte ich in diesem Blog über Beleuchtungssteuerung geschrieben:

„Beim Einsatz einer Beleuchtungssteuerung mit dimmbaren Leuchten lagen die Amortisationszeiten sogar über 20 Jahren. Da winkte der Liegenschaftsverwalter nur müde ab.“

Na, dämmert es jetzt bei Ihnen? Die Sätze sind (fast) gleich. Und wenn die Oberfinanzdirektion Chemnitz einen Satz wählt, der fast identisch mit dem Satz eines Planers ist, dann ist das doch das höchste Lob, was so eine Finanzdirektion vergeben kann, oder?

Ich jedenfalls warte freudig erregt auf den nächsten Fördermittelantrag und hoffe auf das nächste Lob. Ein bisschen komme ich doch ins Grübeln: Schreibt die Oberfinanzdirektion etwa von meinem Blog ab? Und ist das nun zum Ärgern oder zum noch mehr Freuen? Fragen über Fragen.

Was ist Ihre Meinung?