Wie Du Falschalarme bei deiner Brandmeldeanlage vermeidest.

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  • 15. Februar 2017
Ein großes Problem für das Image von Brandmeldeanlagen sind die Falschalarme. Die Reduzierung von Falschalarmen ist deshalb bei der Planung und dem Bau von Brandmeldeanlagen sehr wichtig.

Mehrfachsensormelder

Um die Falschalarme zu reduzieren, kommen deshalb mehr und mehr sogenannte Mehrfachsensormelder zum Einsatz. Ein Mehrfachsensormelder ist ein Melder, in dem mehrere, also mindestens 2, Sensoren integriert sind. Eine typische Kombination ist ein Rauchsensor mit einem Wärmesensor. Durch die Kombination dieser beiden Sensoren, kann der Melder „erkennen“, dass es sich nur um eine qualmende Zigarette handelt. Der Rauchsensor detektiert einen Brand, den Zigarettenrauch. Die für ein Feuer typische Wärmeentwicklung kommt durch diese brennende Zigarette jedoch nicht zu Stande. Deshalb detektiert der Wärmesensor keinen Brand. Durch die intelligente Verknüpfung dieser beiden Sensoren löst die Brandmeldeanlage keinen Falschalarm aus.
Ein weiterer häufiger Sensor ist der CO- Sensor. Einerseits kann dieser Kohlenmonoxidsensor (CO) sehr schnell reagieren, denn Kohlenmonoxid entsteht bereits vor der Rauchentwicklung.  Andererseits kann er als zusätzliches Entscheidungskriterium zur Vermeidung eines Falschalarmes.

Technische Möglichkeiten der Brandmeldezentrale

Technische Möglichkeiten um Falschalarme zu unterbinden, sind in der DIN 0833- 2 festgelegt. Diese Möglichkeiten nennen sich im Normendeutsch Zweimeldungsabhängigkeit Typ A und Zweimeldungsabhängigkeit Typ B.
Beim Typ A empfängt der Brandmelder eine Alarmmeldung, löst aber nicht sofort aus. Erst wenn nach einer festgelegten Zeit am gleichen Brandmelder wieder ein Alarm ausgelöst wird, erfolgt die Auslösung eines Feueralarms.
Beim Typ B empfängt ein Brandmelder eine Alarmmeldung, löst aber ebenfalls nicht sofort aus. Erst wenn ein benachbarter Brandmelder ebenfalls eine Alarmmeldung erhält, erfolgt die Auslösung eines Feueralarms.

Personelle Maßnahmen

Auch durch personelle Maßnahmen können natürlich Falschalarme verhindert werden. Die Alarmmeldung läuft an einer ständig besetzten Stelle, zum Beispiel dem Pförtner, auf. Der Feueralarm wird erst dann ausgelöst, wenn der Pförtner die Alarmmeldung bestätigt. Dazu hat er entsprechend den normativen Vorgaben bzw. entsprechend dem geltenden Brandschutznachweis bis zu 5 Minuten Zeit. Er kann sich also vergewissern, ob wirklich ein Brand ausgebrochen ist.

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